Hygienekonzept für Fahrten

Zum Schutz unserer Mitglieder und der Gesellschaft vor einer weiteren Ausbreitung von COVID-19 werden wir das vorliegende Schutz- und Hygienekonzept im PBN einhalten.

Geltungsbereich

  • Dieses Hygienekonzept gilt für die Durchführung von Fahrten im PBN. Ein Hygienekonzept für Heimabende liegt bereits vor. Beide Konzepte sind unabhängig voneinander gültig.
  • Dieses Fahrten-Hygienekonzept ist gültig, bis eine neuere Version im PBN-Verteiler veröffentlicht wird.

Allgemeines

  • Fahrten finden mit maximal 15 Personen statt.
  • Gruppen/Sippen werden nicht durchmischt. Auch Stammessippen und andere Gremien dürfen (noch) nicht gemeinsam auf Fahrt gehen.
  • Fahrten finden ausschließlich im Freien statt.
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern wird auf jeder Fahrt die ganze Zeit eingehalten. Das schließt auch das Wandern mit ein.
  • Die Verantwortung für die Umsetzung und Einhaltung des Hygienekonzepts während der Fahrt trägt der*die Grulei/Sifü.

Vorbereitungen und Organisation

  • Vor jeder Fahrt geht die*der Grulei/Sifü das Programm durch und bedenkt, ob es Situationen gibt, bei denen die Einhaltung des Abstands schwierig sein könnte. Dafür wird ein Konzept vorbereitet, das die Einhaltung des Mindestabstands sicherstellt.

An- und Abreise

  • Gemäß den geltenden Vorschriften im ÖPNV wird ggf. ein Mund-Nasen-Schutz benötigt. In diesem Fall bringt jede Person jeweils einen Mund-Nasen-Schutz für Hin- und Rückfahrt mit. Nach Nutzung wird dieser luftdicht verpackt und im Anschluss, sobald die Möglichkeit besteht, ordnungsgemäß gereinigt.
  • Sofern eine An- und Abreise mit dem Fahrrad oder zu Fuß stattfindet, muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Hierbei ist jedoch wichtig, dass der Mindestabstand eingehalten wird.
  • Teilnehmer*innen können auch von Personen aus ihrem Haushalt mit dem Auto zum Veranstaltungsort gefahren werden, wenn zum Beispiel die Erziehungsberechtigten das Risiko im ÖPNV als zu groß erachten.
  • Für Anfang- und Abschlussrituale wie Umarmen und Abschlusskreis wurde eine Alternative überlegt, bei der der Mindestabstand eingehalten werden kann. Diese ist den Leuten bereits durch Heimabende bekannt.

Verhalten während der Fahrt

  • Jede Person schläft in einer eigenen Lok oder anderen Zeltkonstruktion und baut diese selbstständig auf. Dazu hat jede Person ihr eigenes Material (Kothenbahn, Poncho…) dabei.
  • Material und Werkzeuge (Beil, Spaten…), die von mehreren Personen genutzt werden, werden nur mit Handschuhen angefasst.
  • Es wird in die Armbeuge geniest oder gehustet.
  • Die Hände werden vom Gesicht ferngehalten.
  • Die Hände werden regelmäßig (dem Programm angemessen) desinfiziert oder mit Wasser und Seife ausreichend lange gewaschen (mindestens 30 Sekunden), insbesondere nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten. Hierzu bringt jede Person ausreichend eigene Seife und eigenes Händedesinfektionsmittel mit.
  • Auch nach dem Spatengang werden die Hände gründlich gewaschen oder desinfiziert. Der Spaten wird nur mit Handschuhen angefasst.

Versorgung während der Fahrt

  • Jede Person bringt ausreichend Essen für die ganze Fahrt für sich selbst mit und isst nur dieses. Das gilt auch für Süßigkeiten. Wenn es noch zubereitet werden muss, macht das jede Person selbst in einem eigenen Koschi. Auch hierbei muss der Mindestabstand eingehalten werden.
  • Vor und nach dem Essen werden die Hände gewaschen oder desinfiziert.
  • Es wird nicht aus dem gleichen Trinkgefäß getrunken. Möglichkeiten der Versorgung mit Wasser:
    • Jede Person bringt genug Wasser für die ganze Fahrt für sich von zu Hause mit.
    • Wasser wird unterwegs abgepackt im Supermarkt gekauft.
    • Wasser aus nahegelegenen Gewässern wird abgekocht, dies tut jede Person für sich selbst.
  • Jede Person nimmt ausreichend eigenes Verbrauchsmaterial mit (Kerzen, Streichhölzer, Klopapier, Zahnpasta…) und benutzt nur dieses.

Materialien und Werkzeuge

  • Benötigtes Material und Werkzeuge bringt möglichst jede Person für sich selbst mit (Schere, Papier etc.).
  • Wenn Materialien oder Werkzeuge von mehreren Personen angefasst werden müssen, werden dabei möglichst Handschuhe getragen.
  • Jede Person sitzt auf dem eigenen Schlafsack und Poncho.
  • Die Gitarre wird die ganze Fahrt von der gleichen Person gespielt und getragen. Auch weitere Instrumente werden jeweils nur von einer Person gespielt und getragen.

Andere Personen

  • Während der Fahrt wird der Kontakt zu Personen, die nicht zur Gruppe/Sippe gehören, gemieden. Bei Begegnungen mit solchen Personen (z.B. Wasser einkaufen) wird der Mindestabstand eingehalten.
  • Personen, die zum Bringen oder Abholen gekommen sind, warten am Treffpunkt mit 1,5m Abstand zueinander.

Vorgehen bei Verdachtsfällen

  • Insbesondere Fieber, Husten und Atemnot können Anzeichen für eine Infektion mit Sars-CoV-2 sein. Personen mit diesen Symptomen dürfen nicht an der Fahrt teilnehmen.
  • Personen, die entsprechende Symptome während der Fahrt zeigen, verlassen umgehend die Fahrt.
  • Bei Auftreten einer bestätigten Infektion (durch das Gesundheitsamt) in einer Gruppe/Sippe werden alle Mitglieder der Gruppe/Sippe umgehend informiert. Für den Quarantänezeitraum finden in dieser Gruppe/Sippe keine Fahrten und statt „analogen“ Heimabenden digitale Heimabende statt.

Umgang mit diesem Hygienekonzept

  • Es liegt im Ermessen jeder Person bzw. der Erziehungsberechtigten, an Fahrten teilzunehmen.
  • Es liegt im Ermessen der Gruleis/Sifüs, Fahrten durchzuführen. Sie sind nicht dazu verpflichtet.
  • Wir gehen mit jeder Entscheidung respektvoll um.
  • Die Umsetzung des Fahrten-Hygienekonzepts wird regelmäßig in den Stammessippen reflektiert, Probleme werden dort gelöst und/oder in den Stafükreis weitergetragen. Bei akuten Problemen, die im Stamm nicht gelöst werden können, kann die Bufü gefragt werden.
  • In jeder Stammessippe wurde eine Person bestimmt, an die man sich als Grulei/Sifü mit persönlichen Ängsten und Sorgen wenden kann.

Dokumentation

  • Die*der Grulei/Sifü dokumentiert auf oder nach jeder Fahrt das Datum und die Kontaktdaten aller anwesenden Personen.
  • Dafür ist es ausreichend, die Namen der anwesenden Personen zu dokumentieren, wenn für jede Person in einer separaten Liste die aktuellen Kontaktdaten vorliegen.
  • Die Aufzeichnung wird 4 Wochen aufbewahrt und danach vernichtet. Dabei wird gewährleistet, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Daten erlangen.

Unterweisung und aktive Kommunikation

  • Das Fahrten-Hygienekonzept muss vom Grulei/Sifü gelesen und verstanden werden, bevor diese*r eine Fahrt durchführt.
  • Vor der ersten Fahrt wird der neue Fahrtenablauf mit den Leuten besprochen.
  • Den Eltern wird auch das Fahrten-Hygienekonzept auf pbn.de zur Verfügung gestellt.
  • Die Leute werden zu Beginn jeder Fahrt an die persönlichen und organisatorischen Hygieneregeln erinnert.
  • Wenn eine Person sich wiederholt nicht an das Hygienekonzept hält, wird sie von der aktuellen Fahrt ausgeschlossen. Im Anschluss muss eine Lösung gefunden werden, sodass die Person nicht auf Dauer ausgeschlossen wird. Dafür kann in der Stammessippe um Rat gefragt werden.
  • Gruleis/Sifüs werden über den PBN-Verteiler über aktuelle Entwicklungen informiert.

Stand: 30.5.2020
Version: F1.0

Ansprechpartner*in für das Schutz- und Hygienekonzept:

Kethe (Katja Kelm)
Kontakt: info@pbn.de

Eltern sprechen zunächst bitte die Gruppenleiterin/den Sippenführer ihres Kindes an.

Erläuterung von Begriffen

Da das Hygienekonzept für unsere Mitglieder geschrieben ist und von diesen gut verstanden und umgesetzt werden soll, werden einige PBN-spezifische Begriffe verwendet. Hier eine Erläuterung:

Leute
Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren, „Teilnehmer*innen“

Grulei/Sifü
Jugendgruppenleiter*in

Gruppe/Sippe
Kleingruppe, bestehend aus bis zu 15 Leuten, geleitet von Grulei/Sifü

Heimabend
wöchentlich stattfindende Gruppenstunde einer Gruppe/Sippe, üblicherweise im Heim oder draußen

Stamm
Ortsgruppe, bestehend aus 2 bis 20 Gruppen/Sippen

Stammessippe
alle Jugendgruppenleiter*innen eines Stammes, trifft sich wöchentlich

Stafükreis
alle Stammesleitungen, trifft sich monatlich

Fahrt
Jugendfreizeit, üblicherweise ein Wochenende

Bufü
Bundesführung, Vorstand des PBNs