
Der Stamm Saliskiaron hat am 12. November einen besonderen Gruppenabend veranstaltet, nicht wie gewohnt in einem Pfadiheim, sondern vor dem Bezirksamt Eimsbüttel. Mit dieser Aktion wollten die Kinder und Jugendlichen darauf aufmerksam machen, dass sie durch den Auszug aus dem Pfadiheim am Siemersplatz, dringend ein neues Heim und eine langfristige Perspektive brauchen.
Zunächst trafen sich die Pfadinder*innen in kleinen Runden, in denen gebastelt, gespielt und gelacht wurde – ganz so, wie es sonst im Pfadiheim üblich ist. Anschließend kamen alle zusammen, um gemeinsam zu singen. Besonders eindrücklich erklang dabei die Zeile „Wir brauchen ein Heim, um irgendwo zu Haus zu sein“.
Mit ihrem Banner „Kutscherhaus – Pfadiheim statt Abriss“ lenkten sie die Aufmerksamkeit auf das Kutscherhaus in der Stellinger Chaussee. Bereits am 28. September setzten rund 500 Unterstützer*innen mit einer Kundgebung ein starkes Zeichen für die Nutzung des Hauses als Pfadiheim. Dennoch bleibt der Prozess seit der Kundgebung stockend. Eine Besichtigung sei zwar geplant, jedoch ohne die Beteiligung des Jugendverbands, und ein Termin steht bislang nicht fest. Auf eine Presseanfrage der Mopo, erklärt ein Sprecher des Bezirksamtes, dass es keinen neuen Bearbeitungsstand bezüglich des Kutscherhauses gibt.
Mit dem Gruppenabend vor dem Bezirksamt haben die Kinder und Jugendlichen symbolisch gezeigt, was es bedeutet, kein Pfadiheim zu haben. Sie haben deutlich gemacht, dass kurzfristige Übergangslösungen nicht ausreichen. Stattdessen braucht es eine verlässliche und langfristige Perspektive, damit die Pfadfinderarbeit weitergehen kann.
